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Kochen mit Induktion – Wiki/FAQ

Was ist Induktion?

Die Induktion wird mit der Erzeugung von Spannung gleichgesetzt. Dies geschieht mithilfe der Lorentzkraft.

Wird ein Leiter in ein Magnetfeld gebracht, so drückt die Lorentzkraft die Elektronen in eine Richtung. Auf der einen Seite des Leiters sind dadurch viele Elektronen auf der anderen Seite hingegen nur ganz wenige. In diesem Fall sind die zwei Ladungen des Leiters getrennt. Auf der einen Seite entsteht dadurch ein Elektronenüberschuss, ein Minuspol. Im Gegensatz dazu bildet sich auf der anderen Seite ein Pluspol. Zwischen den beiden Polen liegt eine Spannung, die sogenannte Induktionsspannung, welche sich über folgende physikalische Formel berechnen lässt:

U = B * v * d

Die einzelnen Buchstaben stehen dabei für folgende Punkte:

U = Induktionsspannung
B = Leiter
v = Geschwindigkeit
d = Stärke des Magnetfeldes

In Kürze: Unter dem Begriff Induktion versteht man demnach die Entstehung einer elektrischen Spannung entlang einer Leiterschleife, wie beispielsweise einer Spule, durch die Änderung des magnetischen Flusses.

Der Entdecker der elektromagnetischen Induktion ist Michael Faraday, ein englischer Forscher. Nach ersten Versuchen mit Magnetismus im Zusammenhang mit Elektrizität gelang dem Experimentalphysiker im Jahre 1831 schließlich der Durchbruch. Er induzierte elektrische Spannung in einen Drahtwendel, der durch einen zylindrischen Stabmagneten bewegt wurde.

Hinweis von Induktionskueche.de: Neben den Induktionskochfeldern, die durch diese Entdeckung profitieren, kommt die Induktionswirkung auch bei anderen elektrischen Maschinen wie beispielsweise Elektromotoren, Generatoren oder Transformatoren zum Einsatz.

Wer hat das Induktionskochfeld erfunden?

Den Grundstein für das heutige Induktionskochfeld legte der englische Experimentalphysiker und Naturforscher Michael Faraday. Im Jahre 1831 widmete sich dieser einer Reihe von elektromagnetischen Experimenten, bei denen er einen Weicheisenring mit drei Wicklungen aus Kupferdraht versah, die durch Kattun und Bindfaden voneinander isoliert waren. Die Enden einer Drahtwicklung führte der Akademiker zu einer Magnetnadel, die einen Meter entfernt war. Hingegen die Enden der anderen Wicklungen verband dieser mit den Polen einer Batterie. Mit jedem Schließen des Stromkreises bewegte sich die kleine Magnetnadel aus ihrer Ruhelage. Gleichwohl rotierte die magnetische Nadel in die entgegengesetzte Richtung beim Öffnen des Stromkreises. Die Experimente rund um die elektromagnetische Induktion führte der Wissenschaftler innerhalb von elf Tagen durch. Dabei fand er heraus, dass in einem zylindrischen Stabmagnet elektrische Spannung induziert wird, sobald dieser durch eine Drahtwendel bewegt wird.

Nachdem Faraday mit seinen umfangreichen Forschungen das Fundament für Induktionsherde geschaffen hatte, entwickelte sich die Technik in den Jahren darauf wie folgt weiter:

  • Um 1900: Anmeldung erster Patente für induktive Herde.
  • 1933: Vorstellung des ersten offiziellen Induktionsherdes auf der Weltausstellung in Chicago.
  • Mitte der 1950er: Vorführung des induktiven Kochens durch mehrere Demonstrationsveranstaltungen in ganz Amerika.
  • Zu Beginn der 1970er: Entwicklung des Cool Top Induction Range, eines neuen Typs von induktivem Herd, durch das amerikanische R & D Center der Westinghouse Electric Corporation.
  • Zwischen 1973 - 1975: Weiterentwicklung des Cool Top.
  • Mitte der 1980er: Marktpräsentation eines hochwertigen Induktionskochfeldes durch das Unternehmen Sears Kenmore.
  • 1996: Zusammenarbeit zwischen der Firma BSH und der Universität von Zaragoza, um die innovative Technologie weiter voranzutreiben sowie gemeinsame Entwicklung des Induktionskochfeldmodells F & E-Induction III.

Im Jahre 1999 wurde schließlich der erste erschwingliche Kompaktherd mit ausgereifter Induktionstechnologie für Privathaushalte auf den Markt gebracht. Seitdem hat sich das Induktionskochfeld fest etabliert. Viele verschiedene Hersteller entwickeln die Technik stetig weiter. Demzufolge können Sie als Kunde im Alltag jederzeit auf die schnelle und energiesparende Kochtechnik zurückgreifen.

Welche Töpfe sind für Induktion geeignet?

Da Induktionsherde nicht mit konventionellen Strahlungsheizkörpern wie Glaskeramikkochfeldern oder elektrischen Kochplatten arbeiten, ist spezielles Kochgeschirr vonnöten. Schließlich soll das Magnetfeld der Spule überwiegend auf den Topf wirken, damit der Inhalt zügig erwärmt wird. Aus diesem Grund muss das verwendete Kochgeschirr induktionsgeeignet sein, dazu zählen unter anderem:

  • Töpfe mit einem magnetisierbaren Boden.
  • Geschirr, das aus einem ferromagnetischen Material besteht.
Tipp: Probieren lässt sich dies mithilfe eines einfachen Magneten. Haftet dieser am Topfboden, so ist das Kochgeschirr für den Einsatz auf dem Induktionskochfeld bestens geeignet.

Bevorzugt sollten deshalb Töpfe aus Stahlemaille oder Gusseisen verwendet werden. Hingegen Materialien wie Alu-Guss, Edelstahl, Kupfer oder Aluminium sind nicht induktionsfähig. Allerdings rüsten viele namhafte Hersteller bereits auf und bieten innovatives als auch induktionsfähiges Kupfergeschirr. In diesem Fall wird auf den Topfboden eine hauchdünne Magnetschicht aufgetragen. Dies hat den Vorteil, dass die Töpfe in der Praxis durch eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit des Kupfers sowie durch eine punktgenaue Regulation überzeugen. Folglich kann die Temperaturführung als auch die schnelle Verfügbarkeit der Herdhitze beim Kochen optimal ausgenutzt werden.

Hinweis: Moderne Induktionskochtöpfe sind am Boden meist durch ein entsprechendes Symbol gekennzeichnet. Eine kleine Drahtspule in einem Quadrat zeigt die Induktionsfähigkeit an.

Welche Pfannen sind für Induktion geeignet?

Das richtige Material ist auch bei den Pfannen für Induktionsherde entscheidend. Hier gilt beim Material genauso wie bei den Töpfen Folgendes:

  • Eisen
  • Gusseisen
  • Edelstahl
  • Kupfer
  • Aluminium
  • Alu-Guss

Selbstverständlich haben die Hersteller aufgrund der erhöhten Nachfragen nach induktionsfähigen Pfannen, auch hierbei in puncto Produktportfolio längst reagiert. So gibt es bereits eine große Auswahl an Edelstahl- bzw. Kupferpfannen, welche mit einem speziellen, magnetisierbaren Boden ausgestattet, und somit gleichfalls für Induktion geeignet sind.

Ein weiteres Kriterium für eine Induktionspfanne ist deren Widerstandsfähigkeit. Schließlich ist das Geschirr mit einem Induktionsherd sehr großer Hitze ausgesetzt. Vor allem die Beschichtungen der Pfannen sind in diesem Punkt sehr anfällig. So entwickelt manche Teflonbeschichtung bei sehr heißen Temperaturen gefährliche Gase, welche gesundheitsschädlich sein können. Aus diesem Grund sind sehr hitzebeständige Antihaftversieglungen oder besser noch Keramikversiegelungen nur zu empfehlen. Die fortschrittlichen Versiegelungen trotzen auch höchsten Temperaturen und sind deshalb ausgezeichnet geeignet, um beispielsweise Fleisch anzubraten.

Wie funktioniert ein Induktionsherd?

In der Physik versteht man unter Induktion die Erzeugung von Spannung.

Bei einem Induktionskochfeld wird diese Form der Spannung mittels einer einfachen Spule erzeugt, die sich unter jeder Kochzone des Herdes befindet. Die Spule muss dazu lediglich von Strom durchflossen werden. In der Regel fließt mittelfrequenter Wechselstrom zwischen 20 bis 100 kHz, sodass ein Magnetfeld entsteht. Das Magnetfeld an sich ist unsichtbar, hat keine Temperatur und wirkt nur auf bestimmte Stoffe, wie beispielsweise den elektrisch leitenden Topfboden. Hingegen auf die Herdplatte, für gewöhnlich eine Glaskeramikoberfläche, hat das Magnetfeld der Spule keinen Einfluss. Folglich wird die Platte nicht erwärmt.

Jedoch im ferromagnetischen Topfboden zeigt sich durch das Magnetfeld der Spule folgendes Phänomen:

  • Winzig kleine, freie Elektronen im Topfboden werden in Bewegung gesetzt.
  • Durch die Bewegung der Elektronen entsteht automatisch Wärme.
  • Die Wärme überträgt sich auf den Kochtopf.
  • Dies führt dazu, dass sich der Inhalt darin erwärmt.

Im Allgemeinen sind im Privatgebrauch Induktionsherde mit meist vier Kochzonen sowie unterschiedlichen Leistungen zwischen 1200 bis 3600 Watt im Einsatz. Zum schnellen Erwärmen als auch Ankochen verfügen viele Geräte jedoch über eine Power- bzw. Boosterfunktion. Für kurze Zeit können einzelne Kochfelder des Herdes mit einer zusätzlichen Leistung betrieben werden, sodass Wasser fast genauso schnell kocht wie mit einem Wasserkocher.

Wie viel Watt sollte ein Induktionskochfeld/Herd haben?

Der Energieverbrauch eines Induktionskochfeldes liegt meist zwischen 2 kW bis 4 kW. Höhere Leistungsspitzen erreichen die Geräte nur, wenn Sie deren Extras wie beispielsweise die Boosterfunktion zum Aufheizen Ihres Kochgeschirrs in Anspruch nehmen. In diesem Fall erreichen manche der leistungsstarken Elektrogeräte für einen kurzen Moment einen maximalen Leistungsverbrauch von bis zu 7,5 kW. Jedoch verfügt ein Großteil der induktiven Herde über eine integrierte Abschaltautomatik für die Schnellaufheizfunktion. Folglich fährt das Kochfeld den Leistungsbedarf und damit einhergehend den Stromverbrauch sofort wieder nach unten, sobald eine gewisse Zeitspanne überschritten wird. Je nach Ofenmodell bewegt sich das Zeitfenster für die Boosterfunktion zwischen zwei bis fünf Minuten.

Angesichts dieser Tatsache sollte sich die Wattzahl beim Kauf eines induktiven Kochfeldes stets an den Bedürfnissen des Kochs orientieren. Während sich Hobbyköche bereits mit 2,5 kW im normalen Betrieb zufriedengeben, schätzen Profis die volle Leistung von bis zu 4 kW und mehr. Schließlich benötigen diese zur Zubereitung feiner und erlesener Speisen in der Regel maximale Hitze, damit der Geschmack der Nahrungsmittel nicht etwa durch lange Garzeiten verfälscht wird.

Info: Die in der Produktbeschreibung vom Hersteller hinterlegte Nominalleistung muss nicht unmittelbar mit der tatsächlichen Leistung des Induktionsherdes übereinstimmen. Die Wärmeleitung, die Wärmestrahlung und die Konvektion der Elektrogeräte führen in der Regel zwangsweise zu einem Energieverlust. Hinzu kommt, dass trotz modernster Technik maximal 80 bis 90 Prozent der Nennleistung von Induktionsherden in magnetische Energie umgewandelt werden können.

Wie schnell kocht Wasser auf einem Induktionskochfeld?

Mit Induktion kocht 1 Liter Wasser in nur 3:16 Minuten. Mit einer leistungssteigernden Boosterfunktion geht es sogar noch schneller. Damit ist innerhalb von zwei Minuten ein Topf mit Wasser erhitzt, sodass ein Induktionsherd fast schneller als ein elektrischer Wasserkocher ist. Im Gegensatz dazu benötigen konventionelle Kochzonen für die gleiche Menge an Wasser wesentlich mehr Zeit. Rund 7 Minuten steht ein Kochtopf mit Wasser auf der Herdplatte, ehe damit der Siedepunkt erreicht wird.

Aufgrund der enormen Leistungsfähigkeit des Induktionskochfeldes macht sich die Anschaffung eines solchen Herdes bereits in Kürze bezahlt. Nachstehende Punkte werden unmittelbar beeinflusst:

  • Zeit: Knapp die Hälfte an Zeit benötigt das Induktionskochfeld im Testvergleich zum herkömmlichen Elektroherd, sodass Sie keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.
  • Geld: Dadurch, dass ein induktiver Herd wesentlich schneller ist, reduziert sich gleichwohl der Stromverbrauch. Demzufolge sind die Unterhaltskosten für ein Induktionskochfeld geringer.

Angesichts dieser beiden Faktoren fällt auch die Belastung für die Umwelt geringer aus, sodass Sie mit dem Kauf eines Induktionskochfeldes positiv auf das Klima einwirken können.

Hinweis: Folgende Faktoren können das Ergebnis beim Wasserkochen mit Induktion beeinflussen:

  • Die Wassermenge im Kochgefäß.
  • Die Materialbeschaffenheit des Kochtopfes.
  • Die Leistungsfähigkeit der Boosterfunktion.
  • Die Anfangstemperatur des Wassers.
  • Die Umgebungstemperatur der Küche.

Was bedeutet autarkes Induktionskochfeld?

Der Begriff "autark" bedeutet so viel wie unabhängig. Demnach ist ein autarkes Induktionskochfeld ein eigenständiges Elektrogerät, welches autonom von einem Backofen betrieben werden kann.

Die Induktionsherde sind mit folgenden zusätzlichen Bauteilen ausgestattet, damit diese von Ihnen gänzlich frei genutzt werden können:

  • Einem eigenen Netzanschluss.
  • Einer separaten Bedienleiste.

Folglich lässt sich eine autarke Kochzone fast überall in der Arbeitsfläche der Küche verbauen. Des Weiteren genießen Sie mit einem induktiven Kochfeld nachstehende Vorteile:

  • Das Arbeiten mit mehreren Personen in der Küche wird durch die Teilung von Backofen und Herd erleichtert.
  • Die Elektrogeräte bieten Ihnen eine intuitive Bedienung unmittelbar auf der Kochzone.
  • Der Induktionsherd lässt sich sehr leicht reinigen, da dieser aus einer pflegeleichten Glaskeramikplatte besteht und auf unschöne Drehknöpfe als Bedienelemente verzichtet.

Weiterhin gibt es die autarken Induktionsmodelle in vielen verschiedenen Größen und einer variablen Anzahl von Kochfeldern, sodass Sie garantiert ein Modell finden, das mit Ihren persönlichen Bedürfnissen und Wünschen übereinstimmt.

Ist Kochen mit Induktion gesundheitsschädlich?

Bislang gibt es noch keine spezifischen Studien, die bestätigen, dass Induktionskochfelder langfristig gesundheitliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Gleichwohl halten laut Stiftung Warentest alle getesteten Induktionsfelder den von der Europäischen Union festgelegten Grenzwert ein. Gerade einmal knapp 20 Prozent des Wertes werden ausgereizt, wenn die Töpfe richtig auf dem Kochfeld platziert werden. Anders verhält es sich, wenn zu kleine Töpfe auf zu großen Feldern verwendet werden. Die Strahlung steigt merklich an, woraufhin die Induktionsherde bis zu 40 Prozent des Grenzwertes beanspruchen.

Um die Strahlung im Alltag allzeit möglichst gering zu halten, sollten Sie deshalb folgende Ratschläge im Umgang mit einem Induktionsherd beherzigen:

  • Verwenden Sie ausschließlich ferromagnetisches Kochgeschirr, das mit der Größe des jeweiligen Kochfeldes übereinstimmt.
  • Platzieren Sie Töpfe und Pfannen möglichst mittig auf der Herdplatte.
  • Halten Sie einen Mindestabstand von 5 bis 10 cm zur Vorderkante des Herdes ein.
Hinweis: Magnetische Felder durchdringen den menschlichen Körper und können in ihm elektrische Ströme hervorrufen. Sobald diese einen bestimmten Wert überschreiten, kann eine Erregung des zentralen Nervensystems auftreten. Angesichts dieser Tatsache wurde der Grenzwert von der Europäischen Union so festgelegt, dass dieser um mindestens fünfzigmal unterschritten wird.

Sind Induktionsherde gefährlich für Schwangere?

Angesichts dessen, dass unmittelbar um Induktionsherde Magnetfelder auftreten, deren Wirkung aber bisher in Langzeitstudien noch nicht ausreichend erforscht wurde, kann ein gewisses Gesundheitsrisiko für Schwangere und deren ungeborenes Kind nicht restlos ausgeschlossen werden. Natürlich nimmt jeder Mensch abhängig vom Alter, dem Körperbau und den Gewebeeigenschaften die magnetische Strahlung anders auf. Daher ist es sinnvoll , die Nutzung eines induktiven Herdes vorab mit einem Arzt abzuklären.

Sollte Ihr Hausarzt die Einflüsse als gering einschätzen, dann dürfen Sie künftig Speisen für die Familie gerne mit Ihrem neuen Induktionskochfeld zubereiten. Empfehlenswert ist es dennoch die Ratschläge des Bundesamt für Strahlenschutz einzuhalten. Mit dem richtigen Kochgeschirr in passender Größe für jede Herdplatte sowie einem Mindestabstand zur vorderen Ofenkante können Sie die Belastung für Ihren Körper sowie den Fötus auf ein Minimum reduzieren.

Hinweis: Die Rücksprache mit dem Arzt ist auch für Personen mit einem Herzschrittmacher oder anderen elektronischen Implantaten ratsam. Es kann nämlich durchaus sein, dass der Lebensretter durch die magnetischen Felder des Induktionsherdes aus dem Takt gebracht wird.

Was ist der Unterschied zwischen einem Induktionsherd und einer Mikrowelle?

Die Induktion in einer Mikrowelle wird durch elektromagnetische Wellen im Dezimeterbereich von 10 cm bis 1 m herbeigeführt, die sich in einer Frequenz von 300 MHz bis 3 GHz bewegen. Die sogenannten Mikrowellen verteilen sich beim Einschalten des Elektrogerätes im gesamten Garraum und erzeugen dabei ein elektromagnetisches Feld. Dies wiederum stimuliert die Wassermoleküle im Essen, welche als Dipole besonders empfänglich für elektromagnetische Strahlung sind. Die Folge, die Moleküle bewegen sich hin und her. Die Bewegungsenergie führt zu Wärme, welche dafür sorgt, dass die wasserhaltigen Speisen in der Mikrowelle gleichmäßig erhitzt werden.

Obwohl sowohl ein Induktionsherd als auch eine Mikrowelle mit elektromagnetischen Wellen arbeiten, gibt es im Detail dennoch wesentliche Unterschiede:

  • Ein Mikrowellenofen nutzt den gesamten Garraum, um mithilfe von Mikrowellen alle Wassermoleküle eines Nahrungsmittels in Bewegung zu versetzen.
  • Ein Mikrowellengerät beeinflusst sämtliche Moleküle durch die elektromagnetischen Wellen gleich stark, sodass die Speisen im Ofen gleichmäßig erwärmt werden.

Anders verhält es sich bei einem Induktionskochfeld. Der Topf bzw. die Pfanne gibt die Wärme an die Nahrung weiter, wodurch diese von außen nach innen erhitzt wird. Dabei verändert sich die Molekularstruktur der Kost. Der Vorgang lässt sich ganz einfach erkennen, da sich die Oberfläche des Essens verändert, indem beispielsweise Bratkartoffeln außen schön knusprig werden.

Trotz Induktion kann dies eine moderne Mikrowelle nicht. Sie erwärmt kalte Speisen nur. Daher können sich mit einem Mikrowellenofen keine geschmackvollen Brataromen ausbilden. Der natürliche Geschmack der Nahrungsmittel bleibt immer erhalten, sodass Sie erwärmte Produkte ausschließlich in ihrer natürlichen Form genießen können.

Ceran oder Induktion was ist besser?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Das Ceranfeld überzeugt im Folgenden durch:

  • Schnelle Aufheizzeiten aufgrund der sehr starken Wärmedurchlässigkeit des Glaskeramikfeldes.
  • Hervorragende Kompatibilität mit unterschiedlichem Kochgeschirr.
  • Im Vergleich zu Induktionskochstellen wesentlich günstiger in der Anschaffung.

Allerdings lassen sich eingekochte Speisereste nur sehr schwer wieder entfernen, da diese beim Überkochen sofort einbrennen. Zeitgleich wird die Oberfläche des Kochfeldes während des Betriebes sehr heiß. Daher ist gerade in einem Haushalt mit Kindern höchste Vorsicht geboten.

Aber auch ein Induktionskochfeld hat seine Schwächen. Es kann nur spezielles Kochgeschirr verwendet werden, da das Magnetfeld der Spule nur bestimmte Pfannen- und Topfböden anspricht. Gleichwohl sind die Anschaffungskosten im Vergleich zum Ceranfeld und Elektroherd höher.

Aber auch durch nachfolgende Vorzüge kann ein Induktionsherd punkten:

  • Genaue Temperatursteuerung, wodurch punktgenaues Kochen möglich ist.
  • Sehr schnelle Aufheizzeiten, da nicht erst das Glas erwärmt werden muss, sondern sofort die Wärme im Topf erzeugt wird.
  • Erhöhte Sicherheit für die Familie, weil die Kochfelder nicht heiß werden, sondern nur das Kochgeschirr erwärmt wird.
  • Kein Energieverlust, schließlich wird der Strom fast gänzlich in Wärme umgewandelt.
  • Sehr pflegeleicht, da die Glaskeramikoberfläche an sich nicht erwärmt wird und folglich nichts einbrennen kann.

Moderne Kochfelder Induktion besitzen außerdem eine automatische Topferkennung. Das durchdachte Sonderfeature sorgt dafür, dass nur der Topfboden erwärmt wird. So lassen sich selbst kleine Töpfe und Pfannen ohne Energieverlust auf den großen Kochzonen des Herdes platzieren.

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